Zum 70. Geburtstag meines "Der Name der Rose"-Schauspiel-Kollegen Urs Althaus von Mark Bellinghaus-Raubal

Vor 40 Jahren wurde im Kloster Eberbach einer der kommerziell erfolgreichsten Kinofilme der 1980er Jahre gedreht. Urs Althaus spielte eines der Mordopfer in der Umberto-Eco-Romanverfilmung. 

Urs Althaus, links im Bild as "Verantius" bei den Dreharbeiten außerhalb Roms mit dem Hauptdarsteller Sir Sean Connery, als "William of Baskerville" im Winter 1985/1986

Kaum verändert nur etwas grauer geworden, der ewig junge Urs Althaus wird am 25.02.2026 unglaubliche 70 Jahre. Genauso alt wie mein großer Bruder Alexander am 28.07.2026 wird. Wow. Foto von Philippe Gollier, 2025-2026

Eine persönliche Anekdote über die Zeit, Urs Althaus und einen Schauspieler der es schaffte sich einen Namen zu machen von Mark Bellinghaus-Raubal

Mein erster und wohl auch bekanntester Film, in dem ich als 21-jähriger Nachwuchsschauspieler mitspielen durfte, wurde in diesem Winter 2026/2025 vor genau 40 Jahren gedreht.
Es mag lächerlich klingen, aber es kommt mir tatsächlich so vor, als wäre dieser Dreh, immerhin 14 Drehtage im Kloster Eberbach und im berühmten Cinecitta-Filmstudio in Rom, erst gestern gewesen.

Zufall? Vorgestern stolperte ich über einen Schauspielkollegen, der wohl allen Filmfreaks bekannt sein dürfte, denn Urs spielte die Rolle des "Verantius", also eines der Mordopfer dieses mittlerweile zum Klassiker-Meisterwerk gereiften Films. Während ich die Rolle "Jorges Novize" verkörperte, also den Novizen des eigentlichen Mörders "Jorge" gespielt und umwerfend dargestellt von Fjeodor Schaljapin, der danach in den USA den "Großvater Castorini" von Cher mimen durfte, und für den Cher einen Oscar erhielt. Moonstruck. Kleine Welt, was?!

[b]Urs Althaus[/b] und ich hatten uns damals sehr viel zu erzählen. Er schwärmte mir damals schon von den USA vor. Seiner Reise nach Amerika und er machte mich mit seinen lebhaften Geschichten und Beschreibungen tatsächlich sehr interessiert an einem Land, das ich 3 Jahre nach den Dreharbeiten für "Der Name der Rose" endlich besuchen konnte.
In das ich schließlich nur 10 Jahre nach diesen Dreharbeiten auswandern sollte. Um dort für immerhin 15 Jahre meines Lebens zu leben. Seltsam.


Apropos Besuchen: Urs Althaus ist Schweizer und lebt auch in der Schweiz, und natürlich plane ich jetzt, bei meiner nächsten Schweiz-Reise diesen so jung gebliebenen easy 20 Jahre jünger wirkenden Ex-Schauspielkollegen wiederzusehen. 
Freundlicherweise stellte mir seine deutsche Schauspielagentur ein Foto für diese "Geburtstagsüberraschung" in Form herzlicher Grüße und Glückwünsche zu seinem 70. Geburtstag, heute am 25.02.2026, zur Verfügung.
Urs, mach Dir nichts draus. Denn Du wirkst so jung und 70 ist bekanntlich das neue 50.

Wer den Film "Der Name der Rose" kennt, der weiß, dass der gealterte Adson aus seinem Leben und den Vorkommnissen in diesem Kloster berichtet. Es ist seltsam, dass ich mich ertappe, mich ähnlich wie Adson zu fühlen, in diesem Moment.
Hinzu kommt, dass die meisten Schauspieler (es spielte mit Valentina Vargas nur eine Frau mit) schon gestorben sind.

Zuletzt möchte ich es natürlich nicht versäumen, auf Urs Althaus' Buch hinzuweisen. Er hat Höhen und Tiefen gemeistert, und deshalb Hut ab, ganz besonders an Deinem Geburtstag:


Happy Birthday, lieber Urs, bleib gesund und so interessant, wie Du auf mich damals schon immer gewirkt hast. Viel Glück für Dein weiteres Künstlerleben und die weiteren 70 Jahre! 
Dein ehemaliger Schauspielkollege Mark Bellinghaus-Raubal