Aktivist/Whistleblower Mark Bellinghaus-Raubal: Das Thema "sexualisierte Gewalt" ist endlich angekommen!

Der Autor Mark Bellinghaus-Raubal analysiert in seinem neuesten Buchprojekt wieso ausgerechnet das Thema "sexualisierte Gewalt" z.B. durch den Fall Jeffrey Epstein so sehr in den Mittelpunkt rückte 




Kommentar und Meinung von Mark Bellinghaus-Raubal

Vor 20 Jahren wäre das, was gerade weltweit passiert, niemals möglich gewesen.
Es ist klar und deutlich eine Art "Evolution der weltweiten Skandale, die auf sexualisierter Gewalt beruhen". 

Ob es sich bei diese Art von Gewalt gegen unschuldige Kinder, die beispielsweise als Messdiener ihren freiwilligen Dienst in einer Kirche tun, oder ob es sich um junge Pfadfinder handelt, die in ihrer eigenen Jugend, so wie ich selbst, zum Spielball von allzu mächtigen "Respektspersonen", wie z.B. Erzieher wurden, oder wie im Fall einer französischen Ehefrau, die von ihrem eigenen Ehemann betäubt und von Hunderten Männern vergewaltigt wurde, handelt. 

Oder ob es sich um einen Kreis von "blaublütigen Mitgliedern europäischer Adelshäuser" handelt, die alle mit einem der wohl aller schlimmsten Verbrecher zu tun hatten: Jeffrey Epstein.

Machtmissbrauch spielt hier tatsächlich immer die erste Geige in diesem Verbrechen der Willkür, der Hinterlist und der puren Unmenschlichkeit.

Deshalb wandte ich mich auch nicht umsonst im Juni 2020 an die Privatsekretärin des Innenministers von Nordrhein-Westfalen, Herrn Herbert Reul, CDU, als ich diesen Politiker für unsere allererste Veranstaltung nach Münster einladen wollte, als unseren Ehrengast. 

Ich rief die Privatsekretärin des Innenministers an, und flehte nach dem perfiden Missbrauchskomplex von Münster, als kirchlich anerkanntes Missbrauchsopfer der Evangelischen und der Katholischen Kirche mit Nachdruck: 

"Frau Neheidom, bitte sagen Sie doch Herrn Innenminister Reul, dass für mich Kindesmissbrauch wie Mord war und ist. Mord auf Raten, der niemals zu Ende zu sein scheint. Denn meine Albträume drehen sich auch noch nach so vielen Jahrzehnten um diese fürchterlichen Verbrechen, denen ich durch das Personal der Evangelischen Kirche für 2 1/2 Jahre ausgesetzt war, und danach bei den Pfadfindern der DPSG St. Josef, in Koblenz, die zur Katholischen Kirche gehört." 

Wissen Sie, wie lange 2 1/2 Jahre für einen 6-jährigen Jungen sind? Eine Ewigkeit und mehr. 

Und dann kam vor ein paar Jahren die wundervolle Aktivistin gegen sexualisierte Gewalt Gisèle Pelicot, auf den Plan, die uns alle zum Umdenken zwang. 
Genau wie sie, sagte ich 2019 bereits, dass ich mich nicht für diese Taten, die an mir verübt wurden, schämen muss. 

Die Täter bzw. die Kirchen, die mir das angetan hatten, sollten – nein, müssen – sich schämen.
Niemals jedoch ich.

Deshalb luden wir nach der Gründung unserer beiden Initiativ-Bewegungen "Saturdays for Children" und "SAW" Sexually Abused Worldwide, die alles verändernde Aktivistin Gisèle Pelicot, ein, als eines unserer offiziellen Ehrenmitglieder.

In England platzte letzte Woche eine mediale Bombe bezüglich des Themas "sexualisierte Gewalt" Virginia Roberts Giuffre, ein Missbrauchsopfer, das sich mittlerweile das Leben nahm, hatte Prinz Andrew sogar Vergewaltigungen an Minderjährige, vorgeworfen) in Großbritannien der "Super-Gau", der ebenfalls auf dem Jeffrey-Epstein-Skandal beruhte und wiederum das Thema "Sexualisierte Gewalt" öffentlich macht.

Ein Land stand still, und ein Mitglied der Königsfamilie, Prinz Andrew Mountbatten-Windsor, wurde sogar von der Polizei verhaftet und festgenommen. Er verlor nun endlich auch seinen Titel als "Prinz", was meiner Meinung nach längst überfällig war. Das gab es so tatsächlich seit 1648 nicht mehr. 
Zuletzt, als König Charles I. von England wegen Hochverrats festgenommen wurde, und deshalb sogar geköpft wurde. 

Das Thema "sexualisierte Gewalt" wurde angestoßen vor dem Jeffrey-Epstein-Skandal bereits durch einen weiteren Straftäter namens Harvey Weinstein (durch dessen Fall die weltweite "meToo-Bewegung" gegründet wurde und ins Rollen kam) hat also mittlerweile so sehr an Fahrt aufgenommen, dass es zu einem wichtigen Faktor im öffentlichen Leben geworden ist. 
Gut so.

Die Zeiten sind vorbei, in denen man auf Fotos als sogenanntes "Opfer" bzw. als Betroffener und Überlebender dieser Straftaten an Kindern, Jugendlichen, Ehefrauen, Ehemännern ebenso,  nicht mehr lächeln darf. 
Gott sei Dank!